Um sich ein Bild über die Lebensweise der Menschen in der vergangenen Zeit machen zu können, sind Bodenfunde besonders wichtig. Hierbei ist zwischen Siedlungsfunden und Einzelfunden zu unterscheiden. Siedlungsfunde sind in der Regel Klopfsteine, Mahlsteine, eben Werkzeuge , die die Menschen in der Siedlung oder am Haus benutzten. Typische Einzelfunde sind Pfeilspitzen und Beilklingen, die bei der Jagd oder der Feldarbeit verloren gingen. In der Gemeinde Weilerswist sind einige wenige Siedlungsplätze so entdeckt und dokumentiert worden. Ich habe durch meine Funde zwei weitere Stellen ausfindig gemacht. Diese Funde sind nur durch intensives Suchen möglich. Ein gepflügtes Feld, dass dann auch noch lange den Regen gesehen hat, ist optimal, um die Funde an der Oberfläche entdecken zu können. Vorkenntnisse und Ausdauer sind hierbei erforderlich. Erst eine Erlaubnis zum Betreten der Felder und Äcker einholen , dann gibt es auch keine böse Diskussion mit dem Eigentümer. Bei der häufigen Suche nach Steinzeitlichem hat man auch schon mal das Glück, ein Artefakt aus der Antike oder dem Mittelalter zu finden. Römische Münzen, Schmuck und Keramik sind mir so schon untergekommen. Noch heute sind die Wege der römischen Bevölkerung in der Gemeinde sichtbar. Alle Funde, die für die Archäologie wichtig sein könnten, sollte man dem Amt für Bodendenkmal melden. Auch ist der genaue Fundort ( Koordinaten)  für die Dokumentation besonders wichtig. In manchen Gebieten werden viele Artefakte aus Flint bzw. Feuerstein gefunden, in der Weilerswister Gegend sind es eher Funde aus Flusskiesel oder Wetzschiefer.